Glaubensfrage

„In der Alten Welt glaubten wir an Götter, doch sie waren für uns nicht greifbar. Nur das Wirken eines Gottes schien sichtbar, das Wirken des Schweigsamen Gottes: Er nahm den Familien ihre Männer, ihre Frauen, ihre Kinder. Ich verspürte damals große Wut darüber, denn die Götter brachten uns scheinbar gar nichts, außer Schmerz, Leid, Trauer und Tod… Hier in Mitraspera war es anders… es gab Avatare, Elementare, Elementarvölker und jene Sterbliche, die den Elementen näher standen. Ich hatte mehr das Gefühl in einer Welt angekommen zu sein, wo Götter mehr waren als nur eine Erklärung oder Ausflucht, warum eine Ernte gut oder schlecht ausgefallen war oder eine Frau mit Zwillingen gesegnet wurde und nicht im Kindbett verstarb. Aber… ich kann Dir nicht sagen, ob es allein an dieser unseren Welt liegt oder es einfach mein Gefühl und mein Verständnis für diese Welt allein ist, das Verständnis, welches aus dem Weg der hinter mir lag erwachsen ist… Glaube …Glaube kommt von uns, aus unserem Inneren… niemand kann uns zwingen zu glauben… und wir werden auch nicht immer verstehen… verstehen können. Alles ist eine Prüfung, eine Prüfung unseres Glaubens. Vielleicht verstehen wir eines Tages, vielleicht verstehst Du, warum die Kinder des Goldenen Traumes das Antlitz der Urzweiflerin erhalten haben. Ich bin mir sicher, wir werden diese Antwort nicht einfach bekommen, wir müssen all dem selbst eine Bedeutung geben…“

(Lares-Edorian zu Noravelle nach dem Konvent der Elemente)

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